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Universität zu Köln  

  Erdbebenstation Bensberg
 
















Meldungen

Erdbeben bei Goch am Niederrhein

Am Abend des 8.September 2011 ereignete sich um 21:02 Uhr Lokalzeit (MEZ) bei Goch ein Erdbeben mit der Magnitude 4.4. mehr


Forschungssteckbrief

Forschungssteckbrief des DFG Projektes zur Archäoseismologie. mehr


Vor 60 Jahren

Am 14.März 1951 ereignete sich um 10:47 Uhr Ortszeit das sogenannte zweite Euskirchener Erdbeben. mehr


Valentinstag Erdbeben bei Nassau an der Lahn

Am Mittag des 14.Februar 2011 ereignete sich um 13:43 Uhr Lokalzeit (MEZ) bei Nassau ein Erdbeben mit der Magnitude 4.4. mehr


Vortrag von Prof. Hinzen über Archaeoseismology bei der European Seismological Commision

Auf der diesjährigen Tagung der European Seismological Commission, vom 6 bis 10 September 2010 hielt Prof. Hinzen einen Vortag über Archaeoseismologie. Das Video dazu finden Sie... hier


Erdstoß bei Saarwellingen

Am 23. Februar ereignete sich um 16:30 Uhr und 55 Sekunden (Ortszeit) ein bergbaulich induzierter Erdstoß bei Saarwellingen... mehr


Erdstoß bei Moers Repelen

Am Nachmittag des 12.Dezember 2007 ereignete sich um 15:52 Uhr Lokalzeit (MEZ) bei Moers Repelen ein Erdstoß der Magnitude 3,2... mehr


Tektonisches Erdbeben bei Plaidt

Am Morgen des 3.August 2007 ereignete sich um 4:58 Uhr Lokalzeit (MESZ) bei Plaidt, ca. 16 km WNW von Koblenz ein Erdbeben mit der Magnitude 3,9... mehr


Erdbeben im Kurilengraben

Am 15.11.2006 ereignete sich um 11.14 Uhr (UTC) ein Erdbeben mit einer Magnitude von 8.3 im Bereich des Kurilengrabens... mehr


Zum 250. Jahrestag des Dürener Erdbebens

Mozart war gerade drei Wochen alt als sich vor 250 Jahren, am 18. Februar 1756, das bisher stärkste historisch belegte Erdbeben im deutschen Teil der Niederrheinischen Bucht ereignete. Gegen 8:00 Uhr Ortszeit wurden im Bereich Köln-Aachen-Jülich-Münstereifel zahlreiche Gebäude schwer beschädigt... mehr


Bensberger Stationen registrieren Explosion bei London

Am frühen Sonntagmorgen (11.12.2005) wurden weite Teile Südenglands von heftigen Explosionen eines Tanklagers in Buncefield im Nordwesten Londons erschüttert... mehr


Tektonisches Erdbeben westlich von Sumatra

Am 28.03. 2005 um 16:09:36 Uhr (UTC) ereignete sich vor der Westküste Sumatras ein Erdbeben mit einer Magnitude von 8.7 (USGS)... mehr


Tektonisches Erdbeben westlich von Sumatra

Am 26.12. 2004 um 00:58:53 Uhr (UTC) ereignete sich vor der Westküste Sumatras ein Erdbeben mit einer Magnitude von 9.0 (USGS)... mehr


Tektonisches Erdbeben bei Plaidt

Am 22.5.2004 um 7.19 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit ereignete sich im südlichen Rheinland bei Plaidt ein Erdbeben mit einer Magnitude von 3,8 auf der Richter-Skala... mehr


Sprengung des "Oskar" in Hagen

Am 07.3.2004 wurde in Hagen/W. ein knapp 100 m hohes Bürohaus gesprengt... mehr


Der Geologe Professor Dr.  Martin Schwarzbach ist tot

Am 24.Dezember 2003 ist der international bekannte Geologe Dr. Martin Schwarzbach, langjähriger Direktor des Geologischen Institutes der Universität zu Köln und Gründer der Erdbebenstation in Bensberg im Alter von 96 Jahren nach langer und mit Geduld ertragener Krankheit in Bergisch Gladbach verstorben.

Der aus Schlesien stammende Geologieprofessor wurde unmittelbar nach dem zweiten Weltkrieg als Ordinarius für Geologie an die Universität zu Köln berufen, wo er das durch den Krieg stark in Mitleidenschaft gezogene Geologische Institut neu aufbaute.

Martin Schwarzbach war eine herausragende Forschungspersönlichkeit, welche die Entwicklung des geowissenschaftlichen Kenntnisstandes in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in starkem Maße mit geprägt hat. Wegen der Vielseitigkeit seiner Forschungsaktivitäten kann man Ihn als einen der letzten Universalgelehrten auf dem Gebiet der Geologie ansehen. Besondere Forschungsschwerpunkte waren die Erkundung des regionalen geologischen Gesteinsaufbaus in vielen Ländern der Erde, wobei die aus Feuer und Eis geborenen atlantikinsel Island sein besonderes Lieblingskind war. Daneben hat er sich aber auch schon sehr früh Umweltthemen in der Geologie zugewandt, die inzwischen sehr aktuell sind, wie zum Beispiel der Erforschung des langfrisigen Klimawandels im Verlauf der geologischen Geschichte, sowie der Gefährdung der Menschen durch Erdbeben.

Der zuletzt genannte Forschungsschwerpunkt führte 1953 zur Gründung der Erdbebenstatinon der Universität Köln in Bensberg, welche damals die einzige seismische Meßstation in den nördlichen Rheinlanden war. In dem auf den Randhöhen des Bergischen Landes in der Nähe des Vinzenz-Pallotti-Hospitals gelegenen Stationsgabäude, mit weitem Blick über die Kölner Bucht und Vulkane des Siebengebirges, hat Martin Schwarzbach mehr als drei Jahrzehnte gewohnt und gearbeitet. Von hier aus ging er auch seiner Lehrtätigkeit an der Universität nach. Seine Vorlesungen und Lehrbücher waren wegen ihrer Qualität und didaktischen Klarheit bei den Studenten hoch geschätzt. Deshalb trauern heute nicht nur namenhafte Forscherkollegen in aller Welt um den Verstorbenen, sondern auch eine große Schar von jungen Geologen und anderen Geowissenschaftlern, welche der begnadete akademische Lehrer Martin Schwarzbach während seiner aktiven Zeit an der Universität zu Köln ausgebildet hat.

Professor L. Ahorner im Dezember 2003


Vorläufige Auswertung Tektonisches Erdbeben bei Alsdorf

Am 22.7.2002 ereignete sich bei Alsdorf ein tektonisches Erdbeben der Lokalmagnitude (Richterskala) 5.0. Es ist das stärkste Beben in den nördlichen Rheinlanden seit 10 Jahren (Beben von Roermond am 13.4.1992 Magnitude 5.9). 

Uhrzeit: 07:45:05 MESZ

Epizentrum:
50.885° N
6.189° E

Tiefe: 14.4 km
Lokalmagnitude: 5.0 (BENS) 
Seismogramme der Vertikalkomponente

Am 22.7.2002 wurden mehr als 14 Nachbeben registriert, insgesamt waren es ca. 30 Nachbeben. Die Lage des Hauptbebens und von 18 lokalisierbaren Nachbeben sind in der Karte eingetragen. Links oben ist die Verteilung der Epizentren in der Kartenebene dargestellt. Die Tiefenlage der Beben (Hypozentren) ist aus den beiden Schnitten in Nord-Süd Richtung (oben rechts) und Ost-West Richtung (unten links) ersichtlich. 

Mit Daten des BENS-Netzes, vom GD-NRW, LER, LED, GRSN und ORB wurde eine vorläufige Herdflächenlösung erstellt. Danach handelt es sich bei dem Beben um ein Abschiebungsereignis mit geringem Horizontalverschiebungsanteil. Die mit ca. 35° nach NE einfallende Nodalebene erscheint als Abschiebungsfläche zu flach zu liegen. Wahrscheinlicher ist, dass es sich bei der mit ca. 55 nach SW einfallenden Fläche um die Herdfläche handelt. Herdflächenlösungen von vier Nachbeben mit Magnituden grösser als 2 ergeben praktisch den gleichen Herdmechanismus wie beim Hauptbeben.

Ein vereinfachter Schnitt, etwa senkrecht zum Streichen der Hauptstörungen im Bereich des Herdgebietes unterstützt diese Annahme. In dem Schnitt sind die Tiefenlage des Bebens und die Orientierungen der beiden möglichen Herdflächen aus der Herdflächenlösung dargestellt. Projiziert man diese Flächen Richtung Erdoberfläche, so liegt die Interpretation nahe, dass es sich um eine Abschiebung an der Rurrandverwerfung gehandelt hat.
Die Herdflächenlösung aus Polaritäten von P-Wellen stimmt gut mit Momententensorbestimmungen (z.B. des SZGRF) überein. 
Die erste Auswertung von Herdspektren ergab die folgenden Parameter:

  ML : 5.0 (+/- 0.4) (25 Stationen)
M : 4.5 (+0.2)
  M0 : 8.4 1015 Nm (GFZ 4.0+3.3 / SZGRF 10.4)
r0 : 1.45 km
  do  : 1.9 cm
Ds0 : 3 MPa

Im Epizentralgebiet wurden Intensitäten von VI beobachtet. Das Beben wurde bis ins Münsterland, im Westerwald, Luxemburg und in Teilen von Belgien und den Niederlanden gespürt. Zur Zeit werden über 800 makroseismische Meldungen ausgewertet.

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