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Universität zu Köln  

  Erdbebenstation Bensberg
 















Verkehrsregelung vor der Erdbebenstation in den 60er JahrenAuslösendes Moment für die Einrichtung der Erdbebenstation Bensberg war ein Erdbeben am 14. März 1951 am Südwestrand der Niederrheinischen Bucht bei Euskirchen. Mit einer Magnitude von 5.8 richtete es im Gebiet zwischen Euskirchen, Münstereifel und Mechernich erhebliche Sachschäden an und verletzte elf Menschen. Buchstäblich aufgerüttelt durch die Erschütterungen dieses Bebens stellte man fest, daß es im Rheinland keine Erdbebenstation gab, die Seismogramme für eine wissenschaftliche Bearbeitung hätte liefern können.

Durch die Initiative von Prof. M. Schwarzbach, dem langjährigen Leiter des Geologischen Institutes der Universität zu Köln, wurde mit der Planung einer Erdbebenstation im Großraum Köln begonnen.
Wegen der geologischen Verhältnisse und der seismischen Unruhe kam eine Station im Kölner Stadtgebiet nicht in Frage. Nach Abschluß der Erkundungsphase wurde ein Standort am Rande des Rheinischen Schiefergebirges bei der damaligen Kleinstadt Bensberg gefunden. Bereits 1952, also nur ein Jahr nach dem Beben von Euskirchen, wurde mit dem Bau der Station begonnen. Unterstützt durch Prof. W. Hiller aus Stuttgart wurden die ersten Seismographen in Bensberg installiert. Dabei handelte es sich um ein invertiertes Horizontalpendel vom Typ Wichert und drei kurzperiodische Induktionsseismometer (Hiller). Nach einer Testphase wurde 1955 der reguläre Stationsbetrieb aufgenommen.

Dr. R. Schulz, Dr. H. Mühlhäuser und Dr. F. Robel betreuten die Station in den folgenden Jahren.
Von 1960 bis 1995 wurde die Erdbebenstation Bensberg von Prof. L. Ahorner geleitet, ausgebaut und weit über das Rheinland hinaus zu einer bekannten und beachteten Einrichtung der Universität zu Köln gemacht.

 

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